Ihren "Urvater" sehen die Giesinger Sänger
in Franz
von Paula, den
Ordensgründer
der Paulaner. Diese
Mönche gründeten im Zuge der Volksmission die Filialkirche "Hl.
Kreuz
Giesing", aus
deren Männerverein 1897 ein Männerchor entstand. Dieser präsentiert
sich
heute als "Die
GieSingers" und
ist im Stadtteil der einzige Traditionsverein, der im kulturellen
Bereich
noch verblieben ist.
Der Verein gliedert sich in aktive Mitglieder und seinen
Freundeskreis. Derzeit sind im Aktiven-
Bereich 27 Sänger und eine Konzertpianistin
eingetragen.
Das musikalische Vereinsleben war in den ersten 60 Jahren
vergleichbar mit dem in anderen
Laienchören. Danach setzte nach und nach
durch verschiedene Umstände ein Wandel ein, in
dem immer mehr Sänger
mit instrumentaler bzw. vokaler Ausbildung in den Verein fanden.
Dadurch bildeten
sich innerhalb des Vereins nicht nur verschiedene Musikgruppen, sondern
es
standen gute Solisten in allen Stimmlagen zur Verfügung. In der Auswahl
der Chorliteratur
wurde dem Rechnung getragen und man legte zudem ein breit
gefächertes Chorrepertoire an,
das für nahezu jeden Anlass einen
Einsatz zulässt.
Nachdem der überwiegende Teil der GieSingers in irgendeiner
Form eine musikalische Ausbildung
erhalten hat, versteht sich die Gruppe heute
als Amateurchor (Laienchor kann wohl nicht mehr
der richtige Begriff sein!).
Trotzdem nehmen die GieSingers talentierte Laien auf und diese haben
es viel
leichter sich zurechtzufinden, weil ihnen nicht nur der Chorleiter, sondern
auch ein
benachbarter Sängerkollege qualifiziert weiterhelfen kann.
Als Chorleiter fungiert Erich Häußler, ein ausgebildeter
Opernsänger. Er trat als 17jähriger dem
Verein bei und übernahm
den Chor 1979. Der musikalische Aufwärtstrend ist eng mit seinem Namen
verbunden.
Die GieSingers sind Mitglied im "Sängerkreis München" und arbeiten auch hier aktiv mit.